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Kunstverein Kehdingen e.V.
    


  • 02.07. – 06.08.2006 - Sa + So 14.00 - 18.00 h

    Visa Versa           siehe auch unter Vernissage

    Robert van de Laar
    mit Pakize Akin, Lisa Busche, Monica Blotevogel, Natalie Espinosa, Ele Hermel, Sandra Kuhne,  Ines Prager und Oliver Zabel, Bremen, Braunschweig, Berlin, Hamburg, Ottersberg

    Objekte, Installationen, Malerei und Fotografie

    Robert van de Laar
    1940 geboren in Amsterdam
    1960 - 1962 Folkwangschule für Gestaltung, Essen
    1962 - 1967 Hochschule der Künste, Berlin
    1967 Meisterschüler bei Professor Alexander Gonda, Hochschule der Künste, Berlin
    Robert van de Laar lebt und arbeitet in Bremen und lehrt seit 1984 an der Fachhochschule Ottersberg
  • Meine Arbeit hat im weitesten Sinn mit erinnern zu tun (und damit  auch mit dem Vergessen)
    Robert van de Laar zeigt in Freiburg drei Arbeitszusammenhänge: Leuchtschuhe.



    Eine Installation mit Diaprojektoren und Ventilatoren die das Thema VISA VERSA aufgreift, und mit den Portraits der teilnehmenden Studenten spielt.
    Und drittens, eine fotografische Arbeit. Hier fotografiert van de Laar DIN A4-Ausschnitte der Wände und überklebt diese mit den fotografischen Abbilder. Er wirft damit nach 10 Jahren einen “untersuchenden" Blick auf einem ihm vertrauten Raum, also ein zusätzliches VISA VERSA.

    Pakize Akin
    geboren 1973 in Bielefeld (deutsch-türkischer Nationalität)
    1993 Studium Kunstschule Bielefeld
    1996 -2000 Studium an der FH Ottersberg bei Robert van de Laar
    seit 2001 Leitung eines Kunst-Ateliers für chronisch psychisch kranke Erwachsene in Bremen
    2000-2003 Ateliergemeinschaft Woltmershausen
    seit 2003 Künstlerhaus Güterbahnhof Bremen

    Sie sieht die Tradition des Geschichtenerzählens als prägend für ihre Arbeiten an.
    Zur Zeit beschäftigt sie sich mit Techniken wie Sticken, Stopfen und Nähen. Die Verwendung von Nähgarn schafft dabei graphische Elemente. Sie verwendet Materialien wie Wolle, Flachs (Leinen) Wachs und fertige Dinge (z. B. eingearbeitete Fleischklopfer aus Holz).

    Die Arbeiten
    In Freiburg wird Pakize Akin voraussichtlich drei Arbeiten zeigen und zwar: “Thank you for the music", „Nierenwärmer", und „Zeit der Gefühle".
    In „Thank you for the music“ kommt die Musik direkt aus den Körpern zweier Figuren (circa 25 cm gross), einem Paar das gemeinsam und doch nebeneinander her und damit dissonant die immer gleiche Melodie spiel. Die Figuren sind aus Leinen und Wolle gestopft und vermitteln einen geflickten, mumifizierten Eindruck.
    Die Arbeit „Nierenwärmer“ besteht aus vier hängenden Objekten die nur noch im weitesten Sinn an die altbekannten Nierenwärmer erinnern. Jedes Objekt ist einer imaginären Person zugeordnet, deren Geschichte mit Nähgarn auf das Objekt gestickt ist.



    Unter dem Titel „Zeit der Gefühle" verkauft Pakize Akin acht Tütchen mit Pulvern, von denen sie behauptet, dass sie  bestimmte Gefühle im Käufer erzeugen bzw. verstärken. Die Gefühle sind; Scham, Wehmut, Argwohn, Zweifel, Missmut, Neid, Lethargie und Schmerz. Die Bilder auf den Tüten sind im Original gestickt und werden in der Ausstellung auch gezeigt.

    Monica Lisa Blotevogel
    1975 geboren in Santa Clara, California
    1998-2001 Studium an der FH Ottersberg, Kunsttherapie, Schwerpunkt bildende Kunst
    2001 Gründung und Leitung eines Kunstprojekts mit Flüchtlingskindern in Hamburg „Gastspiel : Heimat“
    Seit 2001 als Kunsttherapeutin tätig, „Künstlerisch-Therapeutisches Atelier für Flüchtlingskinder“, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Arbeit
    Schiffsversuchsanstalt (Arbeitstitel)
    Material: Kunststoffplane, Holz, Pumpe, Wasser, Schiffe aus verschiedenem Material
    Die Arbeit besteht in einer circa 5-7 Meter langen, 60 cm breite Wasserbahn sein, auf der Schiffe fahren werden. Neben der Wasserbahn wird Material ausliegen, aus dem Besucher eigene Schiffe bauen und mitfahren lassen können. Durch die Pumpe angetrieben, fliesst das Wasser im Kreislauf auf zwei Ebenen, ähnlich einem Förderband.
    Es werden für die Schiffe zwei Fahrtmöglichkeiten geboten:
    1. Das Schiff wird mit einem Nylonfaden an den Boden der Wasserbahn verankert. Durch die von der Pumpe erzeugten Strömung entsteht die optische Täuschung, dass das Schiff sich vorwärts bewegt.
    2. Das Schiff schwimmt ohne Verankerung mit der Strömung. Der Kapitän muss das Schiff aus dem Wasser holen, bevor es am Ende der Bahn in den Abgrund stürzt.

    Die Arbeit „Schiffsversuchsanstalt“ bezieht Besucher ein, in dem diese eine Situation vorfinden, die zur kurzen Auseinandersetzung mit dem Schiffsbau einlädt. Ein kleines Boot kann in wenigen Sekunden aus Papier gefaltet oder in einigen Minuten aus verschiedenem Material konstruiert werden. Ob und wie die selbst gefertigten Schiffe fahren, wird in der Wasserbahn erprobt. „Schiffsversuchsanstalt“ verfolgt ein ähnliches Prinzip wie die bisherigen Ausstellungsarbeiten von Monica Blotevogel: Die Beteiligung der Besucher ist notwendig für das Gelingen des Werks. Die Arbeit soll Bedingungen für Ideen und Diskussionen um Kunstwerke schaffen, aber auch zu dem Bau vieler Schiffe führen.

    Lisa Busche
    1973 in Hamburg geboren
    1996-2000 Studium an der FH Ottersberg bei Robert van de Laar
    2000-2005 Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
    bei Friedemann von Stockhausen und Heinz-Günther Prager
    2005-2006 Meisterschülerin bei Walther Dahn

    Ein brennendes Feuer übt eine magische Anziehung aus.
    Man versammelt sich darum und schaut wie gebannt hinein.

    Arbeit
    Für den Kunstverein Kehdingen hat Lisa Busche ein Feuer von draussen nach drinnen geholt. Plaziert an einem Ort, mittig und zentral, der für einen Kamin wie prädestiniert wäre. Das gezeigte Feuer hat jedoch nichts Wärmendes. Als geometrische Überlagerung, in Schwarzlicht getaucht, abstrahiert es sich selbst und bekommt etwas Unheimliches. Die Flammen sind dort am hellsten, wo sie sich überlagern; werden zu weissen Flächen, die aus dem Schwarz auftauchen. Die Holzscheite türmen sich auf und formen einen Scheiterhaufen. So wird die Dunkelheit durch das Feuer zwar erhellt, doch wie es das tut,  bleibt als Frage offen.
    www.lisabusche.de
     

    Natalie Espinosa
    1971 in Saarbrücken geboren
    1995 - 2001 Studium an der Fachhochschule für Kunsttherapie / Pädagogik und Freie Bildende Kunst Ottersberg
    seit 2001 Master - Studium „Master of Arts - Art in context“ am Institut für Kunst
    im Kontext, Universität der Künste zu Berlin
    seit 2002 Aktives Mitglied in der Künstlergruppe „Projektraum - Luxus Berlin“

    Ele Hermel
    1958 in Freiburg geboren
    1981 - 1985 Kunststudium an der FH Ottersberg bei Prof. Robert van de Laar
    1982 Mitbegründerin des Kunsthauses KUBO in Bremen

    Ele Hermel zeigt eine Rauminstallation, die sich mit Heimat, Herkunft, Dialekt und Brauchtum auseinandersetzt.
    Im Zentrum der Arbeit ordnen sich zwei Schwerpunkte an:
    Die Kuckucksuhr und der rote und der schwarze Bollenhut aus dem Schwarzwald.
    Das Schwarzwaldmädel besteht aus:  Zwei grossen Selbstportraits – einmal mit rotem und einmal mit schwarzem Bollenhut , einem Kuckucksuhr-Video (hängt an der Wand), einem Paar Trachtenschuhen (Tannengrün), circa 100 roten und 100 schwarzen Pompons ( Bommeln, Bollen), Bild- und Schriftstücken in Bilderrahmen.

  • Die in der Installation  auf der Erde liegenden Bollen symbolisieren die vielen geweinten und ungeweinten Tränen der wartenden Mädchen und der verheirateten Frauen.

    Sandra Kuhne
    1972 geboren in Dresden
    1989-1996 Ausbildung und Arbeit als Sozialpädagogin
    1986-2002 Studium Bildende Kunst FH Ottersberg bei Robert van de Laar
    2000 Internationale.Sommerakademie Salzburg, Katharina Sieverding
    2002-2005 Studium Freie Kunst HbK Braunschweig bei Dörte Eißfeldt,
    H.G.Prager
    2006 Diplom
  •    Lebensprojekte

    Ines Prager
    Der Umfang der Arbeiten beträgt insgesamt fünf skulpturale Blöcke; es handelt sich dabei um zwei Gruppen - eine Gruppe von fünf hängenden und ein zweite Gruppe von drei liegenden Objekten – sowie drei einzelnen Skulpturen, von denen zwei hängend positioniert sind und eine am Boden liegt.
    Material: Schaumstoff, Folien, Netz, PU-Schaum
    Befestigung: Draht, Perlonfaden, Kabelbinder

    Oliver Zabel
    1969 in Bremen geboren
    1995 Diplom der Bildenden Künste (Schwerpunkt Bildhauerei)
    Seine Objekte, Installationen und Bilder zeigt er seit 1987 in Ausstellungen im In- und Ausland (Belgien, Frankreich, Niederlande, Polen)
    Stipendien in Polen und Teilnahme an internationalen Symposien.
    Freie Kuratorien seit 1998
    Seine Werke sind in öffentlichen Kunstsammlungen vertreten.

    Arbeit
    Oliver Zabel sammelt für seine Installationen und Objekte banale, scheinbar wertlose Gegenstände und bringt sie in neue Zusammenhänge. Fundstücke wie Mausefallen, Schrauben, Drähte, Porzellanscherben ordnet er in seinen Objektkästen zu einer neuen ästhetischen Einheit an. Durch die veränderte Wahrnehmung werden die Dinge zu poetischen und oft auch ironischen Inszenierungen des Alltäglichen. Ähnlich geht er auch in der Malerei vor. Doch entdeckt er jetzt seine objects trouvés nicht auf dem Flohmarkt oder dem Sperrmüll, sondern in Enzyklopädien und alten Büchern. Fototechnisch vergrössert er die Grafik und überträgt sie mit der Technik der Frottage auf die bereits mit der Farbe behandelte Leinwand. Es kommt zu einem Spiel mit formalen Mitteln.

    Die Ausstellung wird gefördert durch den Landschaftsverband Stade aus den Mitteln des  Landes Niedersachsen und von der EWE-Stiftung.

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