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„Flechtwerk“, der Titel mag zunächst in die Irre führen - wer Korbflechterei in der Ausstellung erwartet, wird enttäuscht sein. Trotzdem ist die Konnotation zu einer handwerklichen Technik von mir beabsichtigt.
Ausgangspunkt meiner künstlerischen Arbeit ist die textile Faser häufig in Kombination mit textilfremden Fasern wie Stacheldraht und Kunststoffasern (Fiberart). Bei der Umsetzung kommt, auch bei den freien Arbeiten, die Technik des Bildwebens am Hochwebstuhl zum Tragen. Dabei spielt für mich die Materialität sowie auch die mit dem Material meist unbewusst verknüpften Assoziationen eine entscheidende Rolle.
Flechtwerk - die Bezeichnung an sich umfasst rein formale Kriterien des Verflechtens, die beim Weben stattfinden und sich auch in den von mir verwendeten Materialien, wie z.B. Baustahl- und Estrichmatten wieder finden. Gegenstände aus dem Baumarkt werden aus ihrer ursprünglichen Funktion enthoben und in einen neuen Zusammenhang gebracht. Die ursprüngliche Funktion wird mit einer neuen Sichtweise verflochten. So passt auch der Ausstellungstitel zu den ausgestellten Arbeiten.
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